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.: Spiel des Jahres 2009

Dominion

von Donald X. Vaccarino
Verlag: Hans im Glück

2 - 4 Spieler
ab 8 Jahren
ca. 30 Minuten
ca. 30 Euro

Viele Karten verderben den Brei. – „Dominion“ ist kein konventionelles Brettspiel, es besteht vielmehr aus 500 Aktions-, Geld- und Siegpunkt-Karten. Davon kommt in jeder Partie nur eine kleine, immer wieder neu zusammengestellte Auswahl zum Einsatz. Jedes Spiel verläuft daher anders; Taktik und Strategien wechseln von Partie zu Partie. Als Grundausstattung erhält jeder Spieler zu Beginn 10 Karten. In der Mitte des Tisches liegen weitere Stapel von Karten, die man im Laufe des Spiels erwerben kann. Ein Spielzug ist denkbar einfach: Vom eigenen Kartenstapel die obersten 5 auf die Hand nehmen, Karten ausspielen, neue Karten kaufen, ausgespielte und restliche Handkarten auf die Seite legen. Ist der eigene, verdeckte Kartenstapel aufgebraucht, werden alle ab- bzw. zur Seite gelegten eigenen Karten gemischt und bilden den neuen verdeckten Nachziehstapel. Man sieht also: Nicht nur neuerworbene Karten bereichern nach und nach die eigene Kartenauswahl; in aller Regel gehen auch einmal ausgespielte Karten nicht verloren. Tendenziell wächst der eigene Kartenstapel stetig an – was durchaus nicht zwangsläufig gut, sondern unter Umständen auch sehr lästig und hinderlich sein kann. Dieser Mechanismus ist die eigentliche große spielerische Innovation, die „Dominion“ bietet. Gut, dass es auch Karten gibt, mit deren Hilfe sich die eigene Auswahl an Karten immer wieder verschlanken lässt. Am Schluss gewinnt, wer die meisten Siegpunkte aus seinen Karten ziehen kann. Doch in der ersten Spielphase sind diese Punkte eher störend. Man darf nur den rechten Zeitpunkt nicht verpassen, von dem an es auf Siegpunkte umzusatteln gilt.

.: Spiel des Jahres 2008

Keltis

von Rainer Knizia
Verlag: Kosmos

2-4 Spieler
ab 10 Jahren
ca. 30 Minuten
ca. 27 Euro

Auf fünf Wegstrecken zugleich treten die Konkurrenten an. Darauf sind die eigenen Steine möglichst weit vorwärts zu bringen. Zunächst stehen sie noch im Minus. Pluspunkte bringen sie erst kurz vor dem Ziel. Jeder Spieler erhält acht Farbkarten auf die Hand. Kann man eine ablegen, geht der eigene Stein auf der Bahn mit dieser Farbe vor. Die Karte muss aber mit auf- oder absteigendem Wert zu den bereits ausliegenden passen. Sonst kann man sie auch abwerfen, aber vielleicht kann sie dann ein Gegner gebrauchen? Wer zu viele nutzlose Karten behält, der kommt nicht voran. Zu schnell kann die Partie zu Ende sein und die eigenen Steine stehen immer noch im Minus. „Keltis“ bietet eine gelungene Mischung aus Glück und Taktik, gewürzt mit einer Prise Schadenfreude.

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